Hallo Leute, das Interview mit Arthur Brooks heute war ja wieder total interessant, oder?
„It turns out that the values that bring happiness are faith, strong families, hard work, charity, optimism and individual liberty - essentially Republican values. In contrast, misery is provoked by aggressive secularism, family breakdown, economic dependency and an addiction to security - all values (or lack thereof) - associated with Democrats.”Gross National Happiness” goes beyond just describing the differences in values between happy and unhappy people - it asks what can be done to close the happiness gap. He argues that governments can facilitate happiness, but only by leaving citizens to pursue their own private lives and desires - something that would seem to fly in the face of received wisdom which would have us believe that welfare systems, social services and the regulation of business are the happier options.”
Auf unserem Treffen hat P. gesagt, er würde nicht umsonst hier und nicht in San Franzisko wohnen: die Lebensqualität hier bei uns sei höher – ganz deutlich sei das beim Thema Kriminalität. Hier könne man mit einem Gefühl der Sicherheit umhergehen und es gibt keine Viertel, in welchen es gefährlich ist, alleine – insbesondere nachts – auf die Straße zu gehen.
Ich glaube, dass das alles zusammenhängt – Also Armut, Glück, Kriminalität – und abhängig ist von Werten, einer Einstellung zum Leben, einer Art Mentalität.
Mit meiner Schwester, die in den Bronx in New York lebt, diskutiere ich auch ab und zu dieses Thema. Ich glaube, Armut ist in den USA durch das viel weniger ausgebaute Sozialsystem viel schlimmer und viel deutlicher sichtbar als hier bei uns in Deutschland.
Auch scheint es mir bei uns in Deutschland eine weniger stark ausgeprägte Schichtenzugehörigkeit zu geben, als in den USA.
Ich sage immer „scheint mir“, weil das nur mein Eindruck ist, aus Erzählungen und aus den Medien, die ich konsumiere und aus meinen beiden Besuchen in New York.
Auf der anderen Seite denke ich, dass es in den USA eine größere Durchlässigkeit nicht nur nach unten, sondern auch in umgekehrter Richtung nach oben gibt: wenn einer einigermaßen begabt ist und Fleiß und Ehrgeiz entwickelt, kann er sich aus seiner sozialen Misere hocharbeiten. Es wird nicht so sehr wie bei uns in Deutschland auf einen lückenlosen Lebenslauf geguckt und man setzt mehr auf Wille, Fleiß, Begabung als auf Zertifikate.
Also: einerseits ist das Leben in den USA sozial viel härter und ernster, andererseits aber auch durchlässiger und daher chancenreicher als bei uns.
Das kommt natürlich auch durch vergleichsweise lockere Kündigungsschutzgesetze in den USA. Eine Firma, die ihre Mitarbeiter jederzeit wieder ohne großen Aufwand loswerden kann, wird auch leichter bereit, Leute einzustellen – wenn die Person mit dem nicht-ganz-geraden-Lebenslauf sich dann als Niete herausstellt, wird sie halt wieder gekündigt. Hire&Fire. Einerseits ist man schneller draußen, andererseits findet man so auch schneller wieder eine Stelle und hat so mehr Chancen.
Ich bin wirklich froh, dass es bei uns nicht so viel Armut gibt wie in den USA. Ich glaube aber, weiter ausbauen dürfte man das Sozialsystem auf gar keinen Fall bei uns. Ich denke, dass ein gut ausgebautes Sozialsystem eine passive, wenig ehrgeizige Mentalität fördert. Und ich vermute, dass Deutschland, wenn es weiterhin nach links rückt und den Versorgerstaat weiter ausbaut, mittel- und langfristig abfallen wird als leistungsstarke Nation.
Was sagt Ihr dazu?


3 responses so far ↓
1 cris // Jun 18, 2008 at 9:41 pm
Füchsin, you don’t want me to write here what I really think
So, like a short version, I agree with you only in part
2 Füchsin // Jun 19, 2008 at 7:13 pm
OK dann diskutieren wir das beim nächsten Treffen!?
Aber neugierig hast Du mich jetzt natürlich schon gemacht - vielleicht schreibst Du mir in einer eMail ein paar Andeutungen, was Du denkst, OK? Ich bin gespannt!!
3 Kylie Batt // May 3, 2010 at 10:01 am
Браво, какие нужная фраза…, отличная мысль…
Главный технолог ведущий технолог In contrast, misery is provoked by aggressive secularism, family breakdown, economic dependency and an addiction to security - [……
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